Einkaufen Erstes Stuttgarter Innenstadtbündnis Besser vernetzt, besser betreut: Erstes Stuttgarter Innenstadtbündnis für bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Am kommenden Samstag, 15. Mai 2010, findet der „Internationale Tag der Familie“ statt. Passend hierzu wird ebenfalls am Samstag das erste Lokale Bündnis für Kind und Familien in Stuttgart gegründet .Die Kinderbeauftragte der Landeshauptstadt, Roswitha Wenzl, Veronika Kienzle, Bezirksvorsteherin von Stuttgart-Mitte, Elke Arenskrieger, Geschäftsführerin des Elternkindzentrums EKiZ sowie Bernd Stocker, Inhaber von Spielwaren Kurtz, haben gestern als Gründer des Netzwerks in einem Pressegespräch die Idee, ihre Ziele, die Struktur und den weiteren geplanten Ausbau des Bündnisses vorgestellt.
Ziel des neuen Netzwerks ist es, die Situation der Betreuung auch für Kinder unter drei Jahren in der Innenstadt zu verbessern. „Ein größeres Angebot von flexibler und qualitätsbewusster Betreuung ist für alle Eltern in Stuttgart ein großes Anliegen“, so die Kinderbeauftragte Roswitha Wenzl. „Dabei geht es nicht immer um eine ganztägige und tägliche Betreuung von Montag bis Freitag, sondern oft auch um eine spontane, flexible und einem Notfall angepasste Betreuung. Sowohl die Erfahrungen mit dem Angebot der nachmittäglichen Betreuung beim Stuttgarter Weihnachtsmarkt, als auch die seit Dezember 2009 angebotene flexible Betreuung von Kindern unter drei Jahren in den erweiterten Räumen von Spielwaren Kurtz durch Mitarbeiterinnen vom EkiZ haben gezeigt, dass Eltern das stundenweise Angebot begeistert aufnehmen“, erläutert die Kinderbeauftragte den Hintergrund für die Gründung dieses Netzwerks.
Zum Auftakt der Gründung sind alle Kinder am kommenden Samstag zwischen 15 und 17 Uhr zum Spielen, Basteln und Bauen vor dem Spielwarenfachgeschäft Kurtz am Marktplatz eingeladen. Eltern können sich in dieser Zeit über die Betreuungsangebote informieren, mit denen EKiZ und Spielwaren Kurtz gemeinsam ein Zeichen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf setzen.
„Mit dem Fokus auf der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf treffen wir nicht nur auf das Interesse vieler Väter und Mütter, sondern auch vieler hier in der Innenstadt ansässiger Unternehmen und Firmen. Für ihre Mitarbeiter, die oftmals nur stundenweise tätig sind, könnte ein verlässliches Betreuungsangebot vor Ort eine große Hilfe und Unterstützung sein“, so Elke Arnenskrieger vom Eltern Kind Zentrum, die bereits die Erfahrungen bei Spielwaren Kurtz mit einbringen kann.
„Wir freuen uns, Mitbegründer dieses Netzwerks zu sein. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf liegt uns am Herzen. Wir möchten mit unserem neuen Angebot der flexiblen Kinderbetreuung in unseren Räumlichkeiten am Marktplatz, Familien in ihrem Alltag mit Kindern unterstützen. In Partnerschaft mit dem EKiZ ist es uns ein Anliegen Kindern und Eltern, mit der Erweiterung eines bewährten Angebotes in zentraler Lage Stuttgarts, entgegen kommen zu können. Natürlich möchten wir mit unserem Einsatz auch ein Zeichen setzen und weitere Institutionen und Unternehmen ermutigen, sich zu engagieren“, so Bernd Stocker, Eigentümer von Spielwaren Kurtz.
Bündnispartner
In dem neuen lokalen Bündnis können sich Institutionen, Verbände, Unternehmen, Einzelpersonen, Betreuungseinrichtungen, Kanzleien, Arztpraxen, Theater oder kirchliche Einrichtungen beteiligen, die sich vor Ort für Familien und insbesondere für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf engagieren und noch mehr engagieren wollen. Es handelt sich um ein überparteiliches Netzwerk, zur Stärkung einer familienfreundlichen Infrastruktur in der Innenstadt. Faktoren wie familienfreundliche Beschäftigungsmöglichkeiten, Kinderbetreuung und familienunterstützende Dienstleistungen sollen mit den Partnern vor Ort verbessert, eventuell auch neu erarbeitet werden.
Spontan war dies im Bezirksbeirat Mitte der Fall, der nach der Vorstellung der Bündnisidee geschlossen dem Netzwerk beigetreten ist. „Wir freuen uns über das Innenstadtbündnis, das zur Verbesserung der Versorgung der Kinder im Stadtbezirk beitragen wird und hoffen, dass mit der neu gewonnenen Partnerschaft innovative Ideen für eine flexiblere Kinderbetreuung zugeschnitten und umgesetzt werden können“, so die Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle.
Anlaufstelle für potentielle neue Bündnispartner ist das Kinderbüro der Landeshauptstadt Stuttgart. Von hier aus werden die Netzwerkpartner zusammengeführt, informiert, koordiniert und regelmäßig stattfindende „Runde Tische“ einberufen. In den vergangenen Wochen konnten bereits zahlreiche weitere Bündnisinteressenten gefunden werden. Deshalb wird es im Anschluss an die Auftaktveranstaltung in den nächsten Wochen ein erstes Informationsgespräch geben, zu dem die Netzwerkgründer mögliche Partner und Interessierte in der Stadt einladen werden.
Die Initiative Lokale Bündnisse für Familie wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, Akteurinnen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
Derzeit engagieren sich mehr als 13.000 Akteurinnen und Akteure, darunter
5.000 Unternehmen, in rund 5.200 Projekten. 605 Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv.
In den Kreisen, Städten und Gemeinden mit einem Lokalen Bündnis leben mehr als 54 Millionen Menschen. Das Bundesfamilienministerium hat eine Servicestelle eingerichtet, die den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Die Servicestelle wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.
Infos zum Lokalen Bündnis in Stuttgart im Büro der Kinderbeauftragten, Telefon:
0711-216-6111. Email: roswitha.wenzl@stuttgart.de