Die TAKKT-Gruppe verzeichnete im Jahr 2009 den stärksten Umsatzeinbruch in der Unternehmensgeschichte. "Obwohl sich die Umsatzrückgänge im zweiten Halbjahr verlangsamten, hat sich die weltweite Finanz- und Konjunkturkrise erwartet deutlich in unseren Geschäftszahlen bemerkbar gemacht. Die ersten Wochen des laufenden Jahres geben uns jedoch Anlass zu verhaltenem Optimismus", so der TAKKT-Vorstandsvorsitzende Dr. Felix A. Zimmermann.
Die wichtigsten Fakten 2009
"Die vorläufigen Zahlen bestätigen weitestgehend unsere im Oktober geäußerten Erwartungen für das Geschäftsjahr. Mit Blick auf die Anfang 2009 aufgezeigten drei möglichen Szenarien entspricht der letztlich erzielte Umsatzrückgang dem ungünstigsten Fall. Umso positiver ist die Tatsache zu bewerten, dass wir beim operativen Ergebnis besser abgeschnitten haben, als für diese Situation prognostiziert", kommentierte Zimmermann. "Mit den Programmen FOCUS und GROWTH haben wir schnell auf die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagiert." Mit der bisherigen Umsetzung der Projekte, die auf Struktur- und Kapazitätsanpassungen (FOCUS), aber auch auf Wachstumsinitiativen (GROWTH) zielen, ist der TAKKT-Vorstand zufrieden.
Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschaftete die TAKKT-Gruppe einen Umsatz von 731,5 (932,1) Millionen Euro. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 21,5 Prozent. Dabei wirkten sich die Akquisition von Central und der im Jahresdurchschnitt gegenüber 2008 stärkere US-Dollar noch dämpfend auf die Entwicklung aus. Bereinigt um diese Effekte betrug der Rückgang 26,2 Prozent.
Der kräftige Umsatzrückgang hinterließ im Ergebnis der TAKKT-Gruppe deutliche Spuren. Davon nicht betroffen war die Rohertragsmarge. Sie stieg antizyklisch auf 42,0 (41,4) Prozent, bereinigt um die Akquisition des Restaurantausstatters Central erreichte sie 42,4 Prozent. Diese Steigerung geht in erster Linie auf verbesserte Einkaufskonditionen zurück.
Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) lag bei 68,7 (133,1) Millionen Euro. Die EBITDA-Marge sank aufgrund der krisenbedingt geringeren Kapazitätsauslastung auf 9,4 (14,3) Prozent. Bereinigt um Sonderaufwendungen in Höhe von 5,2 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Maßnahmenprogramm FOCUS lag die EBITDA-Marge bei 10,1 Prozent.
"Trotz der konjunkturellen Turbulenzen haben wir selbst im Krisenjahr 2009 die bereinigte EBITDA-Marge im zweistelligen Bereich gehalten. Unser flexibles Geschäftsmodell, das es erlaubt, wichtige Kostenblöcke an die konjunkturelle Lage anzupassen, hat sich damit erneut bewährt. Darüber hinaus haben wir schnell auf die widrigen Rahmenbedingungen reagiert und so die Basis für eine Rückkehr in den Zielkorridor der EBITDA-Marge von zwölf bis 15 Prozent gelegt", so Dr. Florian Funck, Vorstand Controlling und Finanzen.
Der Cashflow fiel auf 56,1 (97,1) Millionen Euro. Die Cashflow-Marge lag mit 7,7 (10,4) Prozent zwar deutlich unter dem Rekordwert des Vorjahres, aber immer noch auf einem guten Niveau. Die Cashflow-Stärke des TAKKT-Geschäftsmodells erlaubt es auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, durch Akquisitionen und Expansion Impulse für künftiges Wachstums zu setzen.


